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Was ist Dyskalkulie?

 

Eine Dyskalkulie ist eine diagnostizierte beständige Minderleistung im Lernstoff des mathematischen Grundschulbereiches. Die betroffenen Schüler, die eine subjektive Logik in diesem Bereich aufweisen, machen systematisierbare Fehler nach bestimmten Fehlertypen. Kinder, die unter einer Dyskalkulie leiden, entwickeln und verwenden bestimmte Arten und Weisen (Algorithmen), die es ihnen ermöglicht eine Aufgabe zu lösen. Diese Algorithmen können jedoch einer falschen Denkstruktur zugrunde liegen. Als mögliche Ursache von Dyskalkulie gelten Orientierungs- und Wahrnehmungsstörungen, die insbesondere Zeit- und Raumvorstellung, die visuelle Wahrnehmung und Vorstellung sowie das Gedächtnis betreffen. Rechenschwache Kinder haben die Schwierigkeit wichtige von unwichtigen Informationen bzw. Sachverhalte zu unterscheiden. Sie können meist bestimmte Sinneseindru?cke nicht einordnen und mit vorhandenen Erfahrungen verbinden. Kinder mit einer Dyskalkulie haben zumeist ein negatives Selbstbild sowie Versagens- und Schulängste. Verhaltensauffälligkeiten wie Konzentrationsmangel, Merkstörungen, mangelnde Ausdauer, schnelle Ablenkbarkeit oder Hyperaktivität können Begleiterscheinungen sein.

 

Was ist eine Teilleistungsstörung?

 

Man spricht von einer Teilleistungsstörung, wenn Kinder, die eine Dyskalkulie haben und auch nur im Bereich der Mathematik schlechte Leistungen zeigen, in anderen Fächern jedoch nicht. Es handelt sich bei der Dyskalkulie um ein Problem normalbegabter, zum Teil auch hochbegabter Kinder, die trotz ausreichender Beschulung, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erwartenden mathematischen Fähigkeiten nicht erworben haben. Dies macht sie zu einer Randgruppe, weil in unserem gesellschaftlichen und sozialen Umfeld bei einer mangelnden Rechenfertigkeit fälschlicher Weise auf mangelnde Intelligenz geschlossen wird. Die Kinder, die von dieser Lernschwäche betroffen sind, sind sich ihrer Defizite durchaus bewusst und versuchen ihre Schwächen durch Vermeidungsstrategien zu verbergen. Dies kann zu sozial-emotionalen Verhaltensstörungen führen.

 

Was sind die wichtigsten Symptome

 

  • Angst vor der Mathematik
  • Angst vor Klassenarbeiten im Fach Mathematik
  • Ständige Misserfolge im Fach Mathematik, obwohl vorher „erfolgreich” geübt wurde
  • Im Vergleich zu anderen Schülern und/oder Fächern ist der Zeitaufwand für die Hausaufgaben sehr hoch
  • Orientierungsprobleme z.B. oben, unten, links, rechts und zwischen
  • Die Aufgabenstellungen werden zumeist zählend bewältigt
  • Es werden oft die Rechenarten - minus mit plus, mal mit plus - vertauscht
  • Sie haben oft Schwierigkeiten mit Sach-bzw.Textaufgaben
  • Sie können sich das Einmaleins nur schwer/gar nicht merken
  • Schwierigkeiten beim Uhrlesen oder beim Umgang mit Geld
  • Rechenfehler werden nicht erkannt
  • Widersprüchliche Ergebnisse nebeneinander werden geduldet bzw. fallen nicht auf